Thema: Die praktische Umsetzung des nachhaltigen Humanismus auch unter Betrachtung der internationalen Bedürfnisse der Agenda 2030.

An der „dicke Marie“, der älteste Baum Berlins. Ihr Alter wird auf über 800 Jahre geschätzt. Der Baum wurde so von den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt nach ihrer Köchin benannt. Damals war die alte Eiche bereits 500 Jahre.

„In der Lehre vom Kosmos wird das Einzelne nur in seinem Verhältnis zum Ganzen, als Teil der Welterscheinung betrachtet“ – Weiterhin: „Der Mensch kann nicht auf die Natur einwirken, sich keine ihrer Kräfte aneignen, wenn er nicht die Naturgesetze, nach Maß und Zahlverhältnisse kennt. Auch hier liegt die Macht in der volkstümlichen Intelligenz“ Alexander von Humboldt (Kosmos)

Diese Gedanken von Alexander von Humboldt spiegeln sich wieder in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, wo die Weltgemeinschaft sich auf 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Developement Goals, kurz SDG) geeinigt haben. Sie sind universell gültig und nehmen somit auch die Industrieländer in die Verantwortung.

Zusammenfassung

„Nachhaltigkeit ergibt sich aus der Humanität bzw. aus dem humanitären Handeln. Das Schwierige an der Nachhaltigkeit ist, dass wir damit den Verzicht üben müssen. Verzicht von Konsum, von Ignoranz, Verzicht von Ego.

Die Menschen müssen sich mit Ihrem Inneren auseinandersetzten, um nachhaltig zu handeln. Sei es in einer Beziehung, in der Familie, in den Klima- und Umweltfragen. Diese Auseinandersetzung scheint den Menschen schwer zu fallen.

Die Menschen müssen bei sich selbst anfangen, bei Ihrem eigenen Inneren um Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht zu üben.“

„ Das Gleichgewicht, der Einklang von ICH und WIR und unserer UMWELT ist eine der wesentlichen Kompositionen, um nachhaltiges Leben für unsere und weitere Generationen sicherzustellen; und eine der größten Herausforderungen.

Wir als Individuen sollten uns als Teil des Universums verstehen; als das was wir tatsächlich auf dieser Welt sind – ein Wimpernschlag in der Geschichte. Wenn jeder einzelne es schafft, sein Ego immer öfter hinter Gemeinwohl und den Fortbestand des Lebens auf der Erde zu stellen, dann kann dieser Planet auch den nächsten Generationen einen Lebensraum bieten. Die Vereinten Nationen bieten mit ihrer Agenda 2030 Grundlagen, wie nachhaltige Entwicklung und der Erhalt unseres Planeten gelingen kann. Sie erfordern Gemeinschaft, Verstehen und Verständnis – Denken und Handeln im Bewusstsein von Menschlichkeit.

Jeder von uns kann seinen Einfluss in der Gesellschaft wahrnehmen, um zu Gemeinwohl und nachhaltigem Erhalt unserer Natur beizutragen. Jeder Mensch sollte seinen Einfluss verstehen und bewusst damit umgehen. Grundvoraussetzung dafür ist ein Interesse, sich mit der Natur auseinanderzusetzen, verstehen zu wollen, andere Positionen und Standpunkte zu akzeptieren.

Das Verständnis von Zusammenhängen in Natur und Umwelt – ermöglicht eine neue Perspektive einzunehmen – neue Lebensweisen in Betracht zu ziehen. Es ist allerdings das ICH,  welches dieses Veränderungsprozess durchlaufen muss. Wie ermögliche ich der volkstümlichen Intelligenz den Zugang und die Akzeptanz des Anderen?

Ich stelle allerdings in Frage, ob der Mensch das schaffen kann. Sind wir alle doch zu sehr egozentrisch und auf unser eigenes kurzes Leben beschränkt, so dass dieses egozentrisch und auf unser eigenes kurzes Leben beschränkt, so dass dieses Gemeinschaftswerk gelingen kann? Es braucht oft sehr eindrückliche und einschneidende Erlebnisse, die uns Menschen zum Umdenken und veränderten Handeln bewegen.“

„Wie können wir unsere Aktivitäten mit nachhaltigen Entwicklungszielen verknüpfen? Erstens glaube ich, dass es unsere Verantwortung ist, diese Ziele als unsere eigenen zu betrachten, und sie in unseren sozialen, familiären, beruflichen und freimaurerischen Aktivitäten einzubeziehen, wie wir es jetzt hier tun.

Viele Institutionen arbeiten auf der theoretischen Ebene der Nachhaltigkeit, nur weil es heute ein Modethema ist und sie damit in Verbindung gebracht werden möchte. Ich halte es für keine schlechte Mode. Was ich nicht so gut finde ist, dass diese Institutionen in der Praxis meistens keine echten Maßnahmen treffen, um effektiv die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Wir sollten uns Nachhaltigkeitsziele vornehmen und Dinge tun, die ein Teil unseres Lebens werden und für unsere Entscheidungen notwendig sind. In dem Fall unseres Kreises, für unsere Projekte und Errichtungen, würde es ausreichen, nur einigen dieser 17 Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen und etwas wirklich zu tun.

Daraufhin sollten wir, für uns als Kreis,  nur ein Paar Ziele auswählen und konkrete Aktivitäten dazu entwickeln, damit sie nicht nur anekdotisch, sondern auch als wahres Markenzeichen unserer Arbeit ernst genommen werden.

Sicherlich halte ich es für sehr wichtig, unsere Ziele und Maßnahmen für die Nachhaltigkeit in diesem, unserem Blog vorzuzeigen. Auf diesem Grund, würde ich vorschlagen, aus den 17 Zielen Nachhaltigkeitsziele erstmal folgenden für die Arbeit in unserem Kreis zu verwenden: die Ziele 5, 16 und 17.“

„Ich verstehe die Nachhaltigkeit als ein Prinzip (in Anlehnung an Hans Carl von Carlowitz, 1713) , nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann. Dieser „Verbrauch“  bezieht sich im groß und ganzen auf Soziales, Wirtschaftliches und Ökologisches, so findet es man in verschiedenen Stellen.

Ich denke, der Mensch ist ein essentieller Bestandteil dieses Konstruktes, so ähnlich wie es Alexander von Humboldt im Kosmos (1845) darstellte, also der Mensch als wichtiger Bestandteil des Ganzen. Jeder Verwandlung in der Gesellschaft braucht eine Regenerationsphase um die Vorlage für die Zukunftsgenerationen aufzubauen. Eine Verwandlung darf nicht auf Kosten der Menschlichkeit geschehen. Entsprechend, meinen wir, dass auch der Humanismus eine Regenerationsphase braucht.

Jeder Verwandlung in der Gesellschaft braucht eine Regenerationsphase um die Vorlage für die Zukunftsgenerationen aufzubauen. Eine Verwandlung darf nicht auf Kosten der Menschlichkeit geschehen. Deswegen meine ich, dass der Humanismus entsprechend eine Regenerationsphase braucht.

Humanismus setzt Humanität voraus, damit ist auch die Menschlichkeit gemeint. Ich sehe die Nachhaltigkeit als die praktische Umsetzung der Ideen des Humanismus. Nachhaltiger Humanismus als ein zukunftstauglicher Humanismus.

Die rasche Änderungen, das globale Handeln und die Digitalisierung hinterlassen tiefe Veränderungen in den Menschen weltweit. Daher denke ich,  dass wir uns für die Humanisierung in der Handlung auf allen Ebenen einsetzen sollen, auf den sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Ebenen.  Die Humanisierung in der Handlung ist von großer Bedeutung, wichtig dabei ist, so nach Jörn Rüsen : – auf die kulturellen Unterschiede und  auf die Humanisierung der Handlung, auch im interkulturellen Diskurs,  zu achten.  Auch in  das Selbstverständnis des Menschen als Kultur- und Sozialwesen muss die Natur in ihrer Vollkommenheit und ihrer Erhaltung wieder  integriert werden- Zitat ende.

Ich denke, besonders in der Freimaurerei, sowohl im Inneren Kreisen als auch in unseren Aktivitäten nach außen, soll die Nachhaltigkeit betrachtet werden, und zwar als die praktische Umsetzung der Ideen des Humanismus, der Menschlichkeit. Ein zukunftstauglicher Humanismus – en nachhaltiger Humanismus – in der globalen verwandelten Gesellschaft soll angestrebt werden.

Der Mensch lässt kaum der erde Zeit sich zu regenerieren. Lass uns Zeit wenigstens in unseren Begegnungsräumen die Menschlichkeit, die Humanisierung in der Handlung zu regenerieren, damit ein nachhaltiger Humanismus ausgeübt werden kann.  

Ich sehe mit großer Freude, dass wir uns hier in unserem kleinen Kreis (Freimaurerinnen und Nicht-Freimaurerinnen) mit dem Thema auseinander setzen und erstmal ganz ernst mit der Auswahl einiger Nachhaltigkeitszeile anfangen werden, die wir in der nahe Praxis umsetzen können“

Beiträge von Claudia, Kamila, Macarena, Virginia.

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