Thema:Ungleichheit, Rolle der Frauen in der emanzipatorischen gesellschaftlichen Bewegungen und Strukturen, gestern und heute.  Gleichstellung der Geschlechter (englisch: „Gender Equality“). Frauen als Freimaurerinnen und derer Wirkung in die Gesellschaft.  Ist  Handlungsbedarf notwendig? 

(Foto: samantha-sophia-unsplash)

Zusammenfassung

Eine Frauengesellschaft geprägt durch ein Patriarchat, in der die Frau lange Zeit nicht selbstständig denken und entscheiden durfte oder sollte, hatte lange Auswirkungen auf das Verhalten der Frauen. Auch wenn immer mehr Frauen ihre Chancen nutzen, gab es in Vergangenheit viele und manchmal zu viele Hürden für sie.
Heute sind die Frauen mündiger, die Erziehung ist liberaler und geschlechtsneutraler als früher. Das ermutigte Frauen ihr Engagement und ihre Gedanken zu teilen und auszuüben und sich selbst ernst zu nehmen. Ich denke es ist entscheidend, dass die Frau in Deutschland im Laufe der Zeit weniger abhängig vom Mann wurde, als sie anfing sich selbst zu binden. Auch dieses veränderte Verhalten stellt Männer vor eine neue Herausforderung. Je nachdem, ob der Mann die Frau unterstützt oder eher konterkariert. Es entsteht eine neue Dynamik, mit der beide Geschlechter umgehen müssen. Evolutionär ist dieses Verhalten eher etwas Neues – sodass Frauen mehr Verantwortung übernehmen und Männer auch Verantwortung abgeben.
Mir scheint, dass das Verhältnis vom Übernehmen und Abgeben der Verantwortung/ Macht derzeit noch austariert wird. Wünschenswert wäre, wenn Männer und Frauen sich mehr Vertrauen und weniger gegeneinander arbeiten. Das Potenzial, was sich daraus ergeben könnte – aus dem NICHT-BREMSEN- sondern aus dem Unterstützen – könnte ungemein sein.
Die Geschichte zeigt, dass Frauenlogen durchaus Schwierigkeiten in der Ausübung und Anerkennung ihrer Freimaurerei gehabt haben. Die Existenz der Frauenlogen wurde lange nicht anerkannt, umso erfreulicher empfinde ich es, das Modernisieren der alten Pflichten zugunsten einer modernen Gesellschaft.
Mir erscheint der Ansatz durchaus logisch und nachvollziehbar die Logenarbeit geschlechtsspezifisch auszuüben, dennoch ist der interdisziplinäre Austausch, das Lernen voneinander und vor allem das sich anerkennen, existenziell, zumal die Welt an sehr viel Geschwindigkeit zugenommen hat, – in der sich Wissenschaften exponentiell entwickeln und Technologie rasant voranschreitet. In einer solchen Welt sollte nicht zwischen Geschlechtern und alten Rollenbildern – Mann intellektuell – Frau Schön – unterschieden werden und ein interdisziplinärer Austausch sollte die Prämisse sein.
Grenzen zwischen Männern und Frauen sind zwar heute noch präsent und gleichzeitig sehr verschwommen. Es erscheint mir richtig die Sichtweise an die heutige Welt anzupassen, um die Freimaurerei zeitgemäß zu gestalten. Auch wenn ich keine Freimaurerin bin, verstehe ich die Arbeit im Tempel als ständige Weiterentwicklung und keineswegs als Stillstand. In einer Zeit, in der es keine Politikerinnen, keine Naturwissenschaftlerinnen, keine Studentinnen gab und die Intellektualität den Männern vorbehalten war, machte es sicherlich Sinn die alten Pflichten regelkonform auszuüben. Ich freue mich umso mehr, wenn die Logen und Großlogen sich diesem Thema widmen und Frauen mittlerweile in der Freimaurerei anerkannt werden. 

Der Kampf der Frauen, Räume zu erobern, die ihnen bisher verweigert worden sind, ist längst überfällig.
Seit vielen Jahrhunderten werden wir Frauen durch vermeintliche Unterschiede verleugnet, indem man sogar Unfähigkeiten und sogar Einschränkungen bei der Behandlung bestimmter Themen argumentiert.
Es ist nichts anderes als die patriarchalische Kultur, in der wir aufgewachsen sind. Es ist der Machtkampf, der auf physischer, ideologischer und psychologischer Gewalt basiert und beschlossen hat, Frauen in eine sekundäre, schwache und sogar passive Rolle in der Gesellschaft einzuordnen. 
Seit einigen Jahrzehnten und heute noch befinden wir uns in einer Zeit des tiefgreifenden Wandels, in einer Krise und der Zusammenbruch des gegenwärtigen Modells, die direkt mit der repressiven und ungleichen Denkweise des Neoliberalismus verbunden ist. Ein Neoliberalismus, der auf der ganzen Welt durch den ständigen Missbrauch der Mächtigsten vorherrscht und die Schwächeren bestimmt und ausbeutet.
Wir befinden uns in einer Zeit des Wandels, uns heute haben Frauen in fast der ganzen Welt die Rechte wiedererlangt, die zu Unrecht entzogen oder direkt verweigert wurden.
Die alten Strukturen fallen angesichts einer allgemeinen Erschöpfung der funktionierender weise unserer Gesellschaft. Dabei ist die Rolle der Frauen von entscheidender Bedeutung. Wir sind die wichtigsten sozialen Akteure des Wandels und in dem Umfeld dieser Krise sind wir die Flamme, die die alten Strukturen verändern und transzendieren lassen werden.
Die alten Strukturen fallen angesichts einer allgemeinen Erschöpfung der funktionierender weise unserer Gesellschaft. Dabei ist die Rolle der Frauen von entscheidender Bedeutung. Wir sind die wichtigsten sozialen Akteure des Wandels und in dem Umfeld dieser Krise sind wir die Flamme, die die alten Strukturen verändern und transzendieren lassen werden.
Eine dieser Strukturen ist die traditionelle Freimaurerei, in der wir jahrhundertelang nicht akzeptiert worden sind, im völligen Widerspruch zu den Grundlagen der Institution, die sich aus freien Menschen mit guten Bräuchen zusammensetzt und in der Gesellschaft unter den Begriffen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nebeneinander existieren. Wir sind beim Gewinnen eines echten Raumes der Gleichheit und der gemeinsamen Arbeit. Unsere Einbeziehung in den Freimaurerräumen ist auch ein Akt des Kampfes und der Rebellion gegen das, was wir für ungerecht halten. Wir sind, auf der Suche nach einer echten Gleichheit und einem positiven Zusammenleben der Menschen, völlig unabhängig von ihrem Geschlecht. 

Am heutigen Thema sehe ich zwei Aspekte, die sich miteinander ergänzen: die Selbstständigkeit der Frau an sich in der Geschichte und die Frau innerhalb der freimaurerischen Entwicklung.
Was den ersten Aspekt angeht, können wir in vielen Büchern und Dokumentationen sehen, wie die Frau als Pionierin auf vielen Gebieten war und ist. Klar ist, dass Aspekte wie Religion,  Erziehung, Berufswahl und sozialer Status die Sichtbarkeit der Frau in der Gesellschaft beeinflusst hat innerhalb der Geschichet. In Deutschland, auf dem Gebiet der exakten Naturwissenschaft, habe ich erlebt, dass das „Frausein“ keine Rolle spielt, denn der Austausch auf dieser Ebene hinsichtlich des Wissens abläuft. Aber die Tatsache, dass der Weg bis auf diesem Niveau für eine Frau, insbesondere als Mutter, auch in Deustchland viel aufwändiger ist als der für einen Mann, brauche ich an dieser Stelle nicht näher zu erklären. Bewundert hat mich nur damals als meine Tochter klein war, wie eine andere Mutter mich als „Rabenmutter“ bezeichnete, weil ich studierte. Auch gegenwärtig sind für mich solche  Frauen rätselhaft, die Steine in die Wege anderen Frauen werfen.
Auch deswegen also, sehe ich die Benachteiligung der Frau als ein gesellschaftliches Phänomen, das noch so viele Baustellen aufweist. Daher kann für mich nur von einer Emanzipation der Gesellschaft die Rede sein, oder Emanzipation der Menschheit überhaupt. Sehe nur wie Kinder leiden, sehe nur wie der Mensch den Lebensraum malträtiert. Gewiss sind wir heutzutage viel besser dran als in anderen Epochen, aber regional betrachtet, gibt es Länder noch, wo die Menschen- wie im früheren Zeiten – benachteiligt werden und ihre Gleichstellung in der Gesellschaft ganz hinten im Rang steht.
Die reine feminine Freimaurerei als ethischer Bund betrachtet und was der Aufbau der menschlichen Werte betrifft  – im Punkt Gemeinsamkeit und fairer miteinander zu handeln – hat noch eine ganze Strecke vor sich zu entwickeln. Das liegt offensichtlich aber in der Natur der Sache.  Unabhängig vom Geschlecht sind wir eben als Mensch nicht perfekt .

Beiträge von: Kamila,Macarena, Virginia.