Thema: Hat die Spiritualität eine Berechtigung? Was wären die Voraussetzungen dafür und was für eine Rolle spielt die Liebe/Nächstenliebe dabei?

Wichtige Erklärung: Die Spiritualität ist nicht mit Religion gleich zu setzten. Bei all unseren folgenden Überlegungen ist dies als Prämisse zu verstehen.

Zusammenfassung

Das Wort Spiritualität hat den Ursprung im  Spiritus – Ein auf geistlich ausgerichtetes Handeln. Mein Leben und meine Interaktion mit der Gesellschaft wird durch meine Handlung und dem daraus resultierendem Handeln geprägt. Meine Haltung oder auch Lebenseinstellung entspricht meinen Gedanken und meiner Geistigkeit. Spiritualität ist Sein und fragt nicht nach Berechtigung. Der, der ich bin, kann ich durch eigene Gedanken prägen.

Spiritualität ist eine Sinn- und Bedeutung – Suchende Einstellung und Verbundenheit mit anderen Menschen und der Natur. Die Spiritualität hat eine Berechtigung und kann als einziger Ausweg aus dem Materialismus gesehen werden. Die Liebe kann hier als Schlüssel fungieren, weil sie die Akzeptanz für Andere und das Nicht-Begreifliche gibt.

Für mich ist Spiritualität etwas höchst Persönliches. Wenn ich ein Freigeist bin, brauche ich keine Berechtigung. Im Zusammenhang mit Nächstenliebe: für mich gibt es keinen Unterschied zwischen Liebe und Nächstenliebe. Alle Formen von Liebe wie z.B. Nächstenliebe sind Liebe.

Für mich spielt die Liebe keine Rolle in der Spiritualität, sondern ist mit ihr gleichzusetzen. Damit ist die Frage: Was ist Spiritualität die gleiche Frage: Was ist Liebe?

Mein heutiges Erleben – wie ich Liebe definiere beinhaltet die Fähigkeit alles gleichzeitig loslassen zu können und gleichzeitig in Verbindung zu sein – eine scheinbare Dialektik. Die Spiritualität kann diese Dialektik des menschlichen Denkens auslösen. Die Spiritualität macht  es möglich scheinbare Gegensätze in sich zu vereinen und wahrnehmbar zu machen.

Wenn ich in der Liebe /Spiritualität bin, dann kann ich zwei Sachen die scheinbar gegensätzlich sind, gleichzeitig wahrnehmen. Ein Sein und Loslassen. Hier kommt das Mystische ins Spiel, indem zwei Gegensätzliche Zustände gleichzeitig existieren.

Inwiefern spielt das Kollektiv eine Rolle?
Die Gesellschaft ist für mich eine Ausdrucksform, aber nicht die Ursache. Die Spiritualität ist die Ursache, die die Gesellschaft ermöglicht. Die Spiritualität/Liebe ist der unendliche Ursprung der endlichen Gesellschaft. Der Mensch ist etwas Endliches.

Die Spiritualität hat für mich eine große Bedeutung und ist im Zuge des humanitären Gedankens elementar. Ohne Spiritualität ist eine geistig-umfangreiche Entwicklung nicht möglich. Spiritualität erfordert Empathie –  das Hinterfragen und Reflektieren des eigenen Ichs. Dafür ist der nach Innen gerichtete Blick unumgänglich. Spiritualität führt uns über die Empathie zur Liebe und Nächstenliebe. Die innere Haltung und der Blick in die Welt nach draußen schaffen eine Symbiose, die zur innerer Erfüllung führen kann und das Miteinander entscheidend prägen.

Spiritualität sehe ich getrennt von materiellen Gedanken und von Liebe. Spiritualität ist für mich eine Eigenschaft die alle Wesen mit dem Universum verbindet. Ein Tier kann spirituell sein, eine Pflanze kann spirituell sein. Die Tatsache, dass Spiritualität existent ist, gibt ihr die Berechtigung. Wir haben aus anderen Kulturen Kenntnis des Vorkommens, dass auf der spirituellen Ebene, Kriege geführt werden können und Böses angerichtet werden kann. Deswegen ist für mich Spiritualität und Liebe nicht gleich. Spiritualität ist für mich das Nicht-Stoffliche, das Unfassbare, das uns mit dem Universum verbindet.  Heutzutage ist das nicht erfassbar mit Gedanken und auch nicht mit Gefühlen.  Die Spiritualität kommt nur in der Wechselwirkung mit anderen Menschen zur Geltung, dann spüre ich die feinstoffliche spirituelle Welt. Spiritualität braucht Empathie und daraus entwickelt sich die Liebe.  Das Licht in uns entsteht durch die Liebe und den Austausch mit anderen Menschen.  Heutzutage leidet unsere Spiritualität, weil die Wechselwirkung zwischen den Menschen sich auf das Materielle fokussiert hat.  Spiritualität und Liebe sollten heutzutage gefördert werden, damit wir uns in die Richtung der Humanität und der Menschenliebe entwickeln. Die Wichtigkeit zwischen dem Ich und dem Ego – das Ego löst sich in dem spirituellen Ich auf. Das spirituelle Ich ist die Grundlage für die Liebe und das positive Wirken in der Gesellschaft. Liebe spielt eine zentrale Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Das sind die Gedanken von: Claudia, Kamila, Virginia, Wiebke.

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