Thema: Über den Kosmos


Einführung

Zuerst sind drei Betrachtungen zu nennen, die nach unseren Recherchen zum Kosmos nennenswert aufzuführen sind.

Der Kosmos als solches wurde schon von Aristoteles (384–322 v. Chr.) angesehen wie „Die Welt als geordnetes Ganzes“.

Hypatia von Alexandrien (ca. 355-415 n. Chr.) war auf dem Gebiet der Mathematik, Astronomie und Philosophie eine der brillantesten Denkerinnen der griechischen Spätantike, die durch Beobachtungen gewisse Gesetzmäßigkeiten im Universum festzulegen versuchte. Sie erkannte, dass aufgrund der unterschiedlichen Helligkeit der Sonne, je nach Jahreszeit, die Erde und damit alle Planeten in einer Ellipse um die Sonne kreisen müssten.

„Der Kosmos – Entwurf einer physischen Weltbeschreibung“: „Ich habe den tollen Einfall, die ganze materielle Welt, alles was wir heute von den Erscheinungen der Himmelsräume und des Erdenlebens von den Nebelsternen bis zur Geographie der Moose auf den Granitfelsen, wissen, alles in einem Werke darzustellen“ Alexander von Humboldt (Kosmos, 1845 bis 1862)

Zusammenfassung

Jeder von uns betrachtet den Kosmos auf seine eigene Art. Wenn wir an Kosmos denken, denken wir an das Universum, und damit an eine Menge von Dingen, die darin existieren. Wir denken an Universalität, an Harmonie, an Ordnung, an Weltordnung. Im Allgemeinen also an Weltall und an natürliche Ordnung – und dennoch ist der Gedanke vom Chaos darin enthalten.

Bei dieser Betrachtung von Ordnung und Chaos im Kosmos sind viele Fragen entstanden: Was ist „Ordnung“? Was ist mit „geordnet“ gemeint? Je nachdem wie wir mit Ordnung und Chaos umgehen bzw. es interpretieren, spielt dabei gar das „Ursache-Wirkungsprinzip“ eine Rolle? Und wenn über Ordnung geredet wird, welche Rolle spielen für diese Betrachtung Ansichten wie Glauben oder Verneinung von Zusammenhängen (was ich nicht verstehe, gibt es nicht), oder könnte Ordnung bedeuten, alles einfach stehen zu lassen?

Der Kosmos kann auch als ein komplexes System der Aktionsreaktion betrachtet werden, in dem alles in perfekter Harmonie verwoben ist.  Der Kosmos als der unendliche Spiegel unseres Seins ist ebenfalls vorstellbar.  Der Kosmos ist die Reflexion von allem, was im Universum oder Makrokosmos und auch in uns existiert – Frauen und Männer als Mikrokosmos. Im Kosmos ist oben auch unten. So wie es innen ist, ist es auch außen.

Unter der Betrachtung vom Kosmos als Ganzes – indem wir alle miteinander verbunden sind – ist darin auch der Gedanke der Nachhaltigkeit enthalten. Die Betrachtung der Nachhaltigkeit geht nur in Verbindung mit der Betrachtung des Kosmos als Einheit, damit auch die zukünftigen Generationen mit integriert werden. Denn im Gegenteil, wer sich als „Sondergeschöpf“ sieht, völlig unabhängig von allem, als Wesen, das über Allem steht, entfernt sich als Mensch von der Einheit des Kosmos. Diese „Entfremdung“ z.B. durch „egoistisches Denken“ führt zu einer Entfernung der Kultur und der Gewohnheiten. Am Ende wird die Umgebung bzw. Umwelt durch diese Entfremdung vernichtet.

Auch die Gedanken von Makrokosmos und Mikrokosmos kommen in Zusammenhang mit dem Zeitgeist zum Gespräch: „Was im Universum ist, ist auch in uns enthalten“. Kosmos verbindet uns mit anderen Wesen des Universums, lebende oder nicht lebende. So wie Menschen den Kosmos betrachten oder verstanden haben, hat diese Betrachtung den Geist einer Epoche geprägt. Dieser Geist der Epoche hat wiederum die Spiritualität der Zeit geprägt. Hiermit ist aber Spiritualität ohne Dogmen gemeint. Die Betrachtung des Kosmos hat die Gedanken jeder Ära regiert.

Heutzutage haben die verschiedenen naturwissenschaftlichen Modelle zur Erklärung des Kosmos und Menschen eines gemeinsam: die Urkraft bzw. Lebensenergie und die Umwandlung eines Körpers im Raum. Sei es die Umwandlung durch den Tod oder durch die Relativität der Zeit (präsent sein). Das Chaos bzw. die Entropie ist der Zustand, wo alles im Gleichgewicht steht. Wenn im Kosmos Chaos und Ordnung zusammen vorhanden sind, und alles aber zur Entropie tendiert, auch nach dem Tod, wie ordnen wir uns darin ein? Könnte der Tod als das Bestreben zur Erreichung des Chaos bzw. Entropie interpretiert werden?

Die Betrachtung des Kosmos, und die vom Leben und Tod, sind verbunden. Wenn wir den Kosmos betrachten, stellen wir uns auch die Fragen, die sich alle Menschen in allen Zeiten gestellt haben: Was ist das Leben? Was ist der Tod? Wo bleibt unsere Energie nach dem Tod? Gibt es eine Seele? Lebt die Seele weiter?

In der heutigen Zeit öffnen sich die Menschen mehr und mehr und suchen nach etwas anderem, suchen nach Spiritualität. Auf der anderen Seite, aufgrund der vielen Ablenkungen, angesichts von Stress und der rasanten Entwicklung der Technik, z.B. durch die Digitalisierung, wird der Mensch immer mehr ein Individualist.

Deshalb stellen wir uns folgende Frage für den nächsten Gedankenaustausch:

Unter der Betrachtung des Kosmos in der heutigen Zeit, was ist die Tendenz: Individualität oder Spiritualität?

Das waren die Gedanken von: Macarena, Virginia und Wiebke.

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